Rufbus

Rufbus

Die Erschliessung ländlicher Regionen mit Linienbussen stösst auf zahlreiche Probleme: Die Einwohnerzahlen der zersiedelten Ortschaften sind gering. Dadurch wird die Wahl der Linienführung erschwert. Unwirtschaftliche  Umwege sind notwendig, um wenige Einwohner zu bedienen. Die Mehrheit der Fahrgäste müssen lange Fusswege zur Haltestelle in Kauf nehmen. In den Rand- und Zwischenzeiten ist die Nachfrage klein und das Angebot entsprechend unattraktiv.

Rufbussysteme sind  deshalb die optimale Alternative zum Linienbetrieb in dünn besiedelten Gebieten (unter 100 Einwohner/-innen pro km2). Die ÖV-Transportkette wird zeitlich und geografisch vervollständigt. Der PubliCar, wie der Rufbus bei PostAuto heisst,  ist auf Abruf aber nicht nur auf ländliche Gebiete beschränkt, auch im kleinstädtischen Raum kann es ein effizientes Beförderungskonzept sein.

Rufbusse können auch Vorstufen des Linienbetriebs sein. So konnte PostAuto beispielsweise die Rufbusse in Sursee, Frauenfeld oder Moutier nach ein paar Jahren in Linienbusse aufwerten, da die dafür erforderliche Mindestnachfrage erreicht worden ist.

Für den Besteller bietet das Rufbus-System die folgenden Vorteile:

  • Anbindung nicht erschlossener Gebiete an den öffentlichen Verkehr,
  • Echte Grundversorgung des ländlichen Raums,
  • Erhalten der Funktionstüchtigkeit des ländlichen Raums,
  • Steigerung der Wohnraumattraktivität,
  • Gesteigertes Kosten-Nutzen-Verhältnis im Vergleich zum Linienverkehr bei vergleichbarer Erschliessungsqualität,
  • Geringerer Energieverbrauch als im Linienverkehr,
  • Keine Leerfahrten.

PostAuto hat den ersten PubliCar  1995 eingeführt und weist schweizweit die grösste Erfahrung in diesem Bereich auf. PostAuto betreibt heute insgesamt 20 Rufbussysteme in der Westschweiz, im Wallis und im Bündner- und Appenzellerland.