Etappe: Guttannen─Ulrichen

PostAuto-Fahrt Guttannen, Post–Handegg, Gelmerbahn (8 Min.) Wanderung Handegg─Ulrichen: 6 Std., 19 km. Highlights auf den Spuren der Säumer: Hälenplatte und Grimselpass.

FamilienGruppenKultur und GenussPässe und Berge Wandern und Natur

Nach dem ganzjährig bewohnten, jedoch im Winter ab und zu von Lawinen der Aussenwelt abgeschnittenen Dorf Guttannen, führt das Postauto an die Waldgrenze bei der Handegg. Der Name Guttannen weist auf die begehrten Baumstämme, die im Mittelalter über die Aare bis nach Venedig geflösst wurden. Die Wanderung führt in die andere Richtung, in den Süden über den Grimselpass. Hier säumte man den in Italien begehrten Sbrinzkäse. Um diesen auch bei widriger Witterung über die glatten Passagen der Hälenplatte zu transportieren, wurden heute noch sichtbare Tritte in den Fels geschlagen. Weiter oben, beim Grimselsee fand sich bereits seit 1142 ein Hospiz. Dieses wurde beim Bau des Kraftwerks in der Zwischenkriegszeit abgebrannt und auf dem Nollen neu erstellt. Das erste elektrisch beheizte Haus Europas ist einen Besuch wert. Heute ein Swiss Historic Hotel überzeugt es durch seine sanft sanierte und gepflegte Einrichtung. Die Reise führt einen letzten Anstieg hinauf auf den Grimselpass an den Totensee. Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Wallisern und den Bernern vor 800 Jahren gaben ihm seinen Namen. Eine Schlacht zwischen Soldaten Napoleons und Suworow bestätigten diesen.

Während die moderne Strasse nach Gletsch an die Anzweigung zur Furka führt, zweigt der Saumweg Richtung Nufenen gemächlich Richtung Obergesteln ins Goms.