Etappe: Ulrichen─Airolo

PostAuto-Fahrt Ulrichen, Abzw. Nufenen─Nufenen Passhöhe (33 Min.) Wanderung Nufenen Passhöhe–Airolo: 5 Std. 45 Min., 22 km Übergang in den Süden nicht auf dem Saumweg nach Italien, sondern auf einer Militärstrasse ins Tessin.

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Der Weg vom Goms über den Griespass ins Pomat nach Italien ist nicht von besonderer topographischer Schwierigkeit. So wurde er bereits in der Bronzezeit begangen. Für Bern war er lange - über die Grimsel - der direkte Weg in den Süden. Entsprechend finden sich viele schriftliche Zeugen: So zum Beispiel Vertragswerke mit der Stadt Mailand und den Talschaften, die den Weg sicher offen halten sollen. Mit dem Bau der Gotthardbahn Mitte des 19. Jahrhunderts kam der Passverkehr hier schlagartig zum Erliegen. Erst die Bedrohung der Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg brachte die Strassenbauer wieder in das verlassene Tal. Um die strategisch wichtigen Verbindungen in den Tessin zu sichern, wurde der Übergang über den Nufenen massiv ausgebaut.

Den Reisenden auf der ViaPostaAlpina bringt das Postauto rasch durch das Tal der Ägenen und die steilen Kehren auf den Nufenen. Der alte Saumweg im Talgrund ist noch heute von weitem gut zu erkennen, der markante Ladsteg zeugt von der einstigen Bedeutung des Greispasses.

Auf der anderen Seite des Nufenenpasses beginnt eine sanfte und idyllische Wanderung durch das stille Bedretto. Kleine Haufendörfer mit überraschend reicher Kirchenarchitektur laden zur Entdeckung ein. Ab Fontana erkennt der Reisende bereits den Gotthard seine Strassen und die Bahn.