Etappe: Airolo─Göschenen

Wanderung Airolo─Hospental: 5 Std. 50 Min., 18 km PostAuto-Fahrt Hospental, Dorf─Göschenen, Bahnhof (43 Min.) Das Abenteuer Tremola wartet.

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Bis ins 19. Jahrhundert war der Gotthardpass ein wichtiger Alpenübergang, aber keineswegs der wichtigste. Die Kunststrasse, die in der Tremolaschlucht zu einer Ikone des Gebirgsstrassenbaus wurde, stammt aus den 1820er-Jahren. Sie ist das längste Baudenkmal der Schweiz. Der heutige Wanderweg folgt dem alten Saumpfad.

Ab Airolo steigt der Weg zur Festung Motto Bartola steil an um danach in die Tremola-Schlucht zu münden. In wenigen Kilometern werden tausend Höhenmeter überwunden.

Eine Erfrischung auf dem Gottard Hospiz ist wohlverdient. Danach beginnt eine sanfte und aussichtsreiche Wanderung Richtung Mätteli und den Passort Hospental. Hier künden Sustgebäude, Zollstation und Gasthäuser von der einstigen Funktion des Passdorfs. Nach der langen Wanderung ist es mit dem Postauto ein Katzensprung nach Göschenen. Dabei passiert man Andermatt. Hier wurden ab 1921 Chauffeure aus der ganzen Schweiz zusammengezogen, um die von Saison und Wetter abhänigige Nachfrage nach Alpenpostkursen logistisch bewältigen zu können. Die ViaPostaAlpina führt weiter durch die Schöllenenschlucht, in der sich Wege aus verschiedenen Epochen auf engstem Raum drängen. Der Legende nach wurde die Schlucht erst mit Hilfe des Teufels begehbar – die Teufelsbrücke erinnert daran.