Museum Heiden

Geschichte, Brauchtum und Leute

Das Museum Heiden berichtet über die jüngere Geschichte des Dorfes nach dem verheerenden Dorfbrand 1838. Über Kultur und Persönlichkeiten im Appenzeller Vorderland ist Interessantes zu erfahren.

Am Anfang der Kurortsgeschichte: Der Dorfbrand

Der 7. September 1838 veränderte alles im Appenzellerdorf Heiden: Innerhalb weniger Stunden wurden während eines Föhnsturmes 129 Häuser und Ställe durch einen verheerenden Brand, ausgebrochen in einer Schmiede am Kohlplatz, in Schutt und Asche gelegt.

Der Wiederaufbau zu einem Reissbrettdorf erfolgte in klassizistischem Stil. Dies war für den Beginn einer Kurorts-Ära von internationaler Bedeutung: Molkenkuren, Augenheilkunde, Mobilisationstherapie, ein spektakulärer Kursaal mit Zehnmann-Orchester, eine Normalspur-Zahnradbahn mit Berliner Direktwagen, eine Hotellerie mit Prominenz aus aller Welt.

Osterschriften: Examen für Schüler und Lehrer

Eine einmalige Sammlung von Appenzeller Osterschriften prägt das nächste Abteil. Zwischen 1775 und 1825 wurden an Ostern kalligrafische Schüler-Prüfungsschriften ausgestellt und benotet. Nutzniesser waren die Lehrer, denn sie fertigten in der Regel die schmückenden Ornamente.

Brauchtum und Kunsthandwerk

Eine antike Uhrensammlung ist unüberhörbar. Es tickt und flötet. Daneben sind unter anderem alte Masse und Gewichte auszumachen. Appenzeller Kuhschellen mit dem harmonischen Dreiklang, prächtige Bauernmalereien runden den Eindruck ab.

Persönlichkeiten in Heiden

In der Geschichte Heidens spielen eine Reihe von Persönlichkeiten eine Rolle:

  • Prof. Albrecht von Graefe, Augenarzt
  • Henry Dunant, Gründer des Roten Kreuzes und erster Nobelpreisträger
  • Alfred Tobler, seinerzeit gefeierter Opernsänger, setzt sich ein für das Appenzeller Volkslied und den Appenzeller Humor
  • Carl Böckli (Bö) prägt die Satirezeitschrift «Nebelspalter», unter anderem als Kämpfer für die geistige Landesverteidigung
  • Und andere mehr

Kontakt

Museum Heiden
Andres Stehli, Kurator
Am Kirchplatz 5
9410 Heiden

Tel.: +41 (0)71 898 50 50
Fax: +41 (0)71 898 50 55
E-Mail:
Internet:  www.museum.heiden.ch

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