PostAuto macht Langzeittest mit Elektrobussen

Mitteilung vom 03.06.2015

Die PostAuto Schweiz AG will Erfahrungen sammeln mit Elektrobussen im fahrplanmässigen Einsatz. Das ÖV-Unternehmen unterzieht deshalb drei verschiedene Modelle in den Kantonen Wallis, Aargau und Obwalden einem Langzeittest. Die Ausschreibung für die Fahrzeuge läuft seit kurzem.

PostAuto will an drei Standorten drei Elektrobusse unterschiedlicher Hersteller testen. Vorgesehen ist der fahrplanmässige Einsatz in Sion (Wallis) sowie in den Kantonen Obwalden und Aargau. PostAuto möchte die Fahrzeuge während drei Jahren auf der Strasse testen, um Erkenntnisse in Bezug auf den Einsatz von elektrisch betriebenen Antrieben im öffentlichen Verkehr zu gewinnen. Seit kurzem läuft die Ausschreibung für die drei 10-12 Meter langen Fahrzeuge gemäss WTO-Richtlinien. Der Einsatz des Elektrobusses in Sion findet im Rahmen des Mobilitätslabors (Mobility Lab Sion Valais) statt, das die Post und PostAuto zusammen mit weiteren Partnern betreiben.

Verschiedene Bereiche testen

Noch sind bei der PostAuto Schweiz AG die meisten Postautos mit Dieselmotoren ausgestattet. Doch die Verantwortlichen sind überzeugt, dass die Zukunft vermehrt der Elektromobilität gehört. Hauptgründe dafür sind strengere Schadstoffauflagen sowie Vorgaben in Bezug auf den Lärmschutz. PostAuto hat bereits vereinzelt Elektrobusse eingesetzt, die Tests dauerten aber jeweils nur wenige Tage. Von einem Langzeitprojekt erhofft man sich nun verschiedene Aufschlüsse. Dazu gehören die Zuverlässigkeit und die Leistungsfähigkeit der Antriebe, das Fahrverhalten in unterschiedlichen topographischen Regionen sowie das Aufladen der Batterien durch das Fahrpersonal. Zugleich geht es auch um die Frage, aus welchen Quellen PostAuto die elektrische Energie für die Versorgung der Batterien beziehen könnte.

Entwicklung der Fahrzeuge eng begleiten

Mit dem Elektrobus-Projekt will PostAuto die Entwicklung auf dem Fahrzeugmarkt eng begleiten. Die etablierten Fahrzeughersteller sehen sich vermehrt herausgefordert durch das Auftreten neuer Anbieter auf dem Markt. Diese machen mit eigenen Ideen auf sich aufmerksam und treiben die Entwicklung in Richtung einer Entschlackung der Busse. Das betrifft vor allem den Bereich Elektronik. Die PostAuto Schweiz AG will das Fahrzeugangebot ausloten, um möglichst viele Erkenntnisse aus den Tests zu gewinnen, und setzt deshalb auf unterschiedliche Anbieter.

Im Einklang mit der Strategie der Post

Das Elektrobus-Projekt steht im Einklang mit dem Bestreben der Post, die CO2-Effizienz zu steigern. In diesem Zusammenhang setzt PostAuto seit 2010 auch auf den Einsatz von Hybridpostautos. Inzwischen sind 29 Fahrzeuge mit einem Diesel-Hybrid-Antrieb im Einsatz, PostAuto ist in der Schweiz damit das Busunternehmen mit den meisten Hybridfahrzeugen. Seit gut 3,5 Jahren ist die PostAuto Schweiz AG zudem in Brugg mit fünf Brennstoffzellenpostautos unterwegs. Die Fahrzeuge sind im fahrplanmässigen Linienverkehr unterwegs, das Projekt läuft noch bis Ende 2016.