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«AmiGo» erhält ASTRA-Bewilligung
und startet freihändigen Testbetrieb mit Sicherheitsfahrer:innen

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) erteilt PostAuto die Ausnahmebewilligung für den Betrieb automatisierter Fahrzeuge mit Sicherheitsfahrer:innen im Strassenverkehr.  Die Bewilligung bestätigt, dass das Angebot von PostAuto alle definierten Sicherheits- und Qualitätsanforderungen erfüllt, und zeigt: Innovation und Regulierung gehen in der Schweiz Hand in Hand. 

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Stefan Regli, CEO PostAuto und Jürg Röthlisberger, Direktor Bundesamt für Strassen ASTRA

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Abschluss der Kartografierungsfahrten erhält «AmiGo» vom ASTRA die Ausnahmebewilligung für den automatisierten Betrieb auf «Level 4» in der Ostschweiz (St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden).
  • Die freihändigen Testfahrten mit Sicherheitsfahrer:innen an Bord sind am 1. Juni 2026 gestartet.
  • Die Bewilligung basiert auf klar definierten Sicherheitsanforderungen und umfassenden Testkonzepten, die PostAuto gemeinsam mit dem ASTRA erarbeitet hat.
  • Der reguläre Betrieb mit bis zu 25 Fahrzeugen ohne Sicherheitsfahrer:innen startet voraussichtlich ab 2027.
  • «AmiGo» soll künftig den öffentlichen Verkehr dort ergänzen, wo die klassische Erschliessung an ihre Grenzen stösst.

Ein Meilenstein für PostAuto und den öffentlichen Verkehr

Seit Dezember 2025 sind in der Ostschweiz die auffälligen AmiGo-Fahrzeuge unterwegs. Gesteuert von einem Fahrer kartografierten sie mit ihren Kameras und Sensoren Meter für Meter das Einsatzgebiet, in welchem die Fahrzeuge seit dem 1. Juni automatisiert unterwegs sind. Gleichzeitig wurden im TCS-Fahrtrainingszentrum in Hinwil alle Sicherheitsnachweise erbracht, die vom ASTRA verlangt werden.

Mit der Erteilung der Ausnahmebewilligung durch das ASTRA tritt «AmiGo» in eine neue Phase. Ab sofort dürfen die automatisierten Fahrzeuge im rund 80 km² grossen Einsatzgebiet in den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden automatisiert unterwegs sein. Zur Sicherheit sind Fahrer:innen an Bord. Diese können ihre Hände vom Steuer nehmen, weshalb man von einem «freihändigen Betrieb spricht. Bei Bedarf können sie das Steuer jederzeit auch wieder übernehmen. In dieser Phase sind noch keine Kunden an Bord und die Fahrzeuge werden auf Basis des kartografierten Einsatzgebiets schrittweise im realen Verkehr erprobt und weiterentwickelt. «AmiGo» ergänzt den bestehenden Linienverkehr insbesondere dort, wo die klassische Erschliessung an ihre Grenzen stösst. Die Fahrzeuge werden per App buchbar sein und sind vollelektrisch unterwegs. Das Angebot wird voraussichtlich ab 2027 für Fahrgäste erlebbar sein.

Mit AmiGo bringen wir automatisierte Mobilität konkret in den öffentlichen Verkehr. Die Ausnahmebewilligung des ASTRA zeigt, dass wir den Betrieb Schritt für Schritt und unter klar definierten Sicherheitsvorgaben umsetzen können. Unser Fokus liegt darauf, ein sicheres und verlässliches Angebot aufzubauen, das den bestehenden öffentlichen Verkehr sinnvoll ergänzt.

Stefan Regli, CEO PostAuto und Mitglied der Konzernleitung der Schweizerischen Post
Stefan Regli

Innovation und Regulierung Hand in Hand

Die Ausnahmebewilligung basiert auf klar definierten Sicherheitsanforderungen und umfassenden Testkonzepten, die PostAuto in enger Zusammenarbeit mit dem ASTRA erarbeitet hat. Sie zeigt, dass die Schweiz die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen hat, damit automatisiertes Fahren auf Level 4 verantwortungsvoll in den Alltag eingeführt werden kann.

Visual “5 Levels” des automatisierten Fahrens.
Visual “5 Levels” des automatisierten Fahrens.

Automatisiertes Fahren entwickelt sich durch Erfahrungen im realen Betrieb weiter. Genau dafür steht AmiGo. Mit dem grössten Pilotversuch dieser Art erreichen wir in der Schweiz eine neue Dimension: Mehrere Fahrzeuge, ein reales Einsatzgebiet und ein konkretes Angebot im öffentlichen Verkehr. Die Ausnahmebewilligung des ASTRA schafft dafür den Rahmen – mit klaren Anforderungen, geregelten Verantwortlichkeiten und dem Ziel, aus dem Betrieb für die nächsten Schritte zu lernen.

Jürg Röthlisberger, Direktor Bundesamt für Strassen ASTRA
Jürg Röthlisberger, Direktor Bundesamt für Strassen ASTRA

Sicherheit als oberstes Prinzip

Als Technologiepartnerin stellt Apollo Go von Baidu die Fahrzeuge und das technologische Know-how bereit. Das Unternehmen verfügt über Erfahrung aus 22 Millionen öffentlichen Fahrten und mehr als 330 Millionen autonomen Kilometern. Die Fahrzeuge des Typs Baidu Apollo RT6 sind mit über 30 Sensoren ausgestattet, darunter 12 Kameras, 4 LiDAR-Sensoren, 6 Radarsensoren und 12 Ultraschallsensoren. Sie erfassen die Umgebung vollständig und verarbeiten die Daten in Echtzeit direkt an Bord. Ergänzt wird das System durch eine permanente Fernüberwachung über eine von PostAuto betriebene Leitstelle. Für PostAuto hat Sicherheit höchste Priorität: Erst wenn alle Sicherheitsnachweise vollständig erbracht sind, wird der Betrieb ohne Sicherheitsfahrer:innen aufgenommen.

Nächste Schritte

Als nächster Schritt folgt der Testbetrieb mit einer geschlossenen Nutzergruppe. Anschliessend sind, sofern alle Sicherheitsanforderungen erfüllt sind, erste Fahrten ohne Sicherheitsfahrer:innen geplant. Den weiteren Horizont bildet die Lancierung des regulären Betriebs mit bis zu 25 Fahrzeugen voraussichtlich ab 2027.

Über AmiGo

«AmiGo» ist ein Mobilitätsangebot von PostAuto, das automatisiertes Fahren mit On-Demand-Buchung per App kombiniert. Das Einsatzgebiet umfasst rund 80 km² in den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden. «AmiGo» wird von den Bundesämtern für Verkehr (BAV) und Strassen (ASTRA), den Kantonen St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau, dem Touring-Club Schweiz (TCS) sowie weiteren Partnern unterstützt. Technologiepartnerin ist Apollo Go von Baidu. Jedes Fahrzeug ist vollelektrisch und bietet Platz für bis zu drei Fahrgäste. Weitere Informationen: www.postauto.ch/amigo

Auskunft

Medienstelle PostAuto, +41 58 338 57 00, infomedia@postauto.ch 

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