Hintergründe

Zwischenbilanz des grossen PostAuto-Ausbaus in der Bündner Surselva

Mit dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2025 wurde in der Surselva eines der grössten Ausbauprojekte im Bündner öffentlichen Verkehr der letzten Jahrzehnte umgesetzt. Auf sämtlichen 20 PostAuto-Linien der Region wurde das Angebot erweitert. Ein derart grosser Ausbau wirkt sich stark auf den Betrieb aus. Ein Einblick.

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Gelber Postauto-Bus fährt über eine Brücke durch eine herbstliche Berglandschaft mit dichten Wäldern, kurviger Straße und bewaldeten Gipfeln unter blauem Himmel.

Am 14. Dezember 2025 wurde der Halbstundentakt der Rhätischen Bahn bis Ilanz eingeführt und das PostAuto-Angebot in der Region Surselva entsprechend ausgebaut. Für die Bevölkerung, Pendlerinnen und Pendler sowie den Tourismus brachte dies deutlich mehr Verbindungen und bessere Reisemöglichkeiten.

Innerhalb kurzer Zeit hat PostAuto rund 30 zusätzliche Fahrdienstmitarbeitende rekrutiert, zusätzliche Fahrzeuge beschafft und neue Abläufe eingeführt. Der Personalbestand wuchs von rund 90 auf rund 120 Mitarbeitende. Gleichzeitig veränderten sich Dienstpläne, Einsatzorte und betriebliche Abläufe grundlegend. Die Fluktuation beim Fahrpersonal hat in dieser Phase überdurchschnittlich zugenommen.

Disposition vor Ort

Die jüngsten Medienberichte machen zum Thema, dass nicht alle Mitarbeitenden mit dieser Entwicklung zufrieden sind. Kritisiert werden in den Beiträgen unter anderem Dienstpläne mit längeren Pausen, die Führungsorganisation und betriebliche Abläufe. PostAuto hat Rückmeldungen von Beginn weg begleitet und nimmt sie sehr ernst. Verantwortliche stehen im regelmässigen Austausch mit Mitarbeitenden, Personalvertretungen und Sozialpartnern, um Verbesserungen umzusetzen. So wurde die Personaldisposition näher an die Region gebracht, Dienstpläne werden laufend überprüft und betriebliche Prozesse angepasst. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen schrittweise zu verbessern und die zum Teil neuen Abläufe weiter zu etablieren.

Sicherheit hat Vorfahrt

In einem Medienbeitrag wird ein Fahrer zitiert, der Kritik am Zustand einzelner Fahrzeuge äussert. Für PostAuto gilt hier ein klarer Grundsatz: Sicherheit geht jederzeit vor. Zusätzlich zu den täglichen und wöchentlichen Kontrollen entscheiden Fahrerinnen und Fahrer vor jeder Fahrt, ob ein Fahrzeug ihrer Einschätzung nach betriebssicher ist. Bestehen Zweifel an der Verkehrssicherheit, darf eine Fahrt auch dann nicht durchgeführt werden, wenn dadurch ein Kurs ausfällt. Ein solches Fahrzeug braucht einen Check, bevor es wieder eingesetzt wird. Der Betrieb ist darauf angewiesen, dass Mängel konsequent gemeldet und dokumentiert werden. Nur so können notwendige Reparaturen rasch erfolgen und allfällige Verbesserungen eingeleitet werden.

Der Blick nach vorne

Die Surselva profitiert heute von einem deutlich besseren öV-Angebot als noch vor einem Jahr. Dieses Angebot betrieblich umzusetzen, bleibt eine anspruchsvolle Aufgabe. Ruedi Henke, Leiter Betrieb von PostAuto, fasst zusammen: «PostAuto begleitet die Entwicklung in der Region eng und arbeitet gemeinsam mit Mitarbeitenden, Sozialpartnern und dem Kanton an Verbesserungen der Arbeitsplatzqualität der langjährigen und der neuen Fahrerinnen und Fahrer. Alle haben dasselbe Ziel: Einen verlässlichen und attraktiven öffentlichen Verkehr für die Menschen in der Surselva und Mitarbeitende, die gerne für diesen Service arbeiten.»

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